Sport und Freizeitausrüstung

Fahrradhelme

Was zählt bei Fahrradhelmen

Fahrradfahren ist eine der beliebtesten Sportarten und Freizeitbeschäftigungen. Auch bei umsichtiger Fahrweise lassen sich Stürze und Zusammenstöße nicht immer vermeiden. Um dem Risiko schwerer Kopfverletzungen vorzubeugen, empfiehlt sich das Tragen eines Fahrradhelms. Ein guter Fahrradhelm kann bei einem Unfall die Kräfte, die auf den Schädel des Fahrers wirken abfangen oder zumindest verringern und so Verletzungen verhindern oder wenigstens abmildern.

Geschichte der Fahrradhelme

Fahrradhelme wurden zuerst im Radsport entwickelt und eingesetzt. Als Vorläufer heutiger Modelle können Sturzkappe und Hartschalenhelm gelten, die in den 1970er Jahren im Profi- und Breitensport durch die heute gebräuchlichen Fahrradhelme ersetzt wurden. 2003 erklärte die UIC das Tragen eines Helms im Radsport für verpflichtend. In den 1980er Jahren kamen Helme auch bei Freizeitradfahrern in Gebrauch und fanden nach Diskussionen um Helmpflicht für Radfahrer in den 1990er Jahren weitere Verbreitung.

Typen von Fahrradhelmen

Grundsätzlich kann man zwischen drei Typen von Fahrradhelmen unterscheiden. Mikroschalenhelme sind mit einem dünnen Kunststoffüberzug versehen. Ihre glatte Oberfläche soll das Abgleiten vom Untergrund fördern und so die Wucht des Aufpralls mindern. Mikroschalenhelme haben außerdem Lüftungsöffnungen, die eine Luftzirkulation ermöglichen und dafür sorgen, dass der Helmträger weniger schwitzt. Hartschalenhelme sind besonders im Mountainbike- und Downhillsport verbreitet. Sie haben um den eingelagerten Schaumstoff noch einen harten Kunststoffüberzug. Meistens sind sie für den Gesichtsschutz mit einem Kinnbügel versehen. Die besonders gehärtete Oberfläche soll Schutz vor starken mechanischen Einwirkungen bei einem Aufprall bieten. Weichschalenhelme sind dagegen besonders leichte Helme, die nur aus einer aus Hartschaumstoff gefertigten Schale bestehen. Diese bietet nach Expertenmeinung keinen ausreichenden Schutz vor einem Aufprall, da die zu weiche Oberfläche nicht abgleitet.

Aufbau und Wirkungsweise

Bei Stürzen und Zusammenstößen kann ein Fahrradhelm Abschürfungen, Prellungen und Platzwunden im Bereich der Kopfhaut effektiv verhindern. Wichtiger ist jedoch die Abminderung der im Falle eines Sturzes oder Zusammenstoßes auf das Gehirn ausgeübten Kräfte. Diese werden durch die Schaumstoffpolsterung, die ähnlich einer Knautschzone wirkt, gebremst, was die Wahrscheinlichkeit einer Schädelfraktur vermindert. Für das Radfahren im Straßenverkehr oder auf Radtouren eignen sich Mikroschalenhelme am besten. Bei der Auswahl eines Modells sollte man nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualität achten. Neben den Sicherheitsmerkmalen sollte man auch auf eine gute Luftzirkulation und die Größe achten, damit der Helm den Fahrer nicht behindert. Beim Kauf eines Fahrradhelms sollte man sich außerdem davon überzeugen, dass er die von der EU geforderte Sicherheitsnorm erfüllt. Fahrradhelme, die bei einem Sturz oder Zusammenstoss beschädigt wurden, dürfen nicht weiter verwendet werden, da sie die Kräfte beim Aufprall nicht mehr effektiv mindern können.

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