Sport und Freizeitausrüstung

Laufbekleidung

Laufen als Volkssport

Seit vielen Jahren zählt Laufen zu den stetig wachsenden Trendsportarten. Laufen verbindet wie kaum ein anderer Sport – Alt und Jung, Hobbysportler und Spitzenathleten, Individualsportler und Vereinsläufer: Sie alle laufen gemeinsam auf asphaltierten Strecken oder in Parks und Wäldern und nehmen an Laufwettbewerben bis hin zum Marathon teil. Lange schon haben die alten Baumwollhemden ausgedient, die noch in den 80ern überwiegend zum Einsatz kamen – Klimastoffe und Funktionstextilien haben Einzug in den Laufsport gehalten.

Es gibt kein schlechtes Wetter – nur schlechte Laufbekleidung

Moderne Funktionsbekleidung ist im Laufsport mittlerweile unverzichtbar geworden. So ist die Aussage: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur unpassende Laufbekleidung!“ längst zum geflügelten Wort geworden. Hightech-Materialien schützen den Körper vor Feuchtigkeit, können wind- und wasserdicht sein, transportieren aber dennoch Schweiß nach außen. Somit verhindern atmungsaktive Funktionstextilien sowohl die Überhitzung des Körpers durch einen Wärmestau als auch die Auskühlung. Laufbekleidung soll einerseits leicht und bequem sein, andererseits aber gerade im Winter auch wärmen. Hochwertige Funktionsfasern ermöglichen auch bei widrigen Wetterbedingungen ungetrübten Laufspaß. Von großer Bedeutung ist es, das so genannte „Zwiebelschalenprinzip“ zu beherzigen, also Unter- und Oberbekleidung aufeinander so abzustimmen, dass einerseits die Unterwäsche Schweiß und Feuchtigkeit vom Körper ableitet, andererseits die äußere Schicht wie Jacken und Westen zuverlässigen Wind- und Wetterschutz bieten. Im Winter kommt noch eine mittlere, gegen Kälte isolierende Schicht hinzu.

Passform, Materialien und Funktionseigenschaften

Laufbekleidung muss vor allem passgenau, aber dennoch bequem und ohne einzuengen am Körper anliegen. Im besten Fall fühlt sie sich an wie eine zweite Haut und bietet trotzdem ein Maximum an Bewegungsfreiheit. Funktionsmaterialien müssen verschiedene Anforderungen erfüllen, auch im Hinblick auf das möglichst geringe Gewicht und eine möglichst kurze Trocknungszeit. Die Stoffe und Fasern werden durch häufiges Waschen einer hohen Belastung ausgesetzt und sollen daher pflegeleicht und strapazierfähig sein. Die am häufigsten bei Laufbekleidung verwendeten Kunstfasern sind Polyamid, Polyester und Polypropylen mit ihren entweder atmungsaktiven oder wasser- und winddichten Eigenschaften. Eine spezielle Aufbereitung der Kunstfasern macht diese noch durchlässiger und verhindert somit das Vollsaugen mit Feuchtigkeit. Während Polypropylen so gut wie keine Feuchtigkeit aufnimmt, verhindert das schnell trocknende Polyamid zuverlässig die unerwünschte Verdunstungskälte einer durchnässten Oberfläche. Im Winter kommen zur optimalen Thermoregulation häufig Wollmischungen oder in manchen Fällen auch reine Wolle zum Einsatz. Beim Mehrschichtprinzip sorgt Wolle oder das Polyester-Gemisch Fleece als innere Oberbekleidung für einen guten Schutz gegen Kälte.

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